Tiergestützte Arbeit


Bei der tiergestützten Arbeit wird durch die „lebendigen Dialogbereitschaft des Tieres“ (Otterstedt) ein Prozess im Rahmen einer ganzheitlichen Entwicklung  angestoßen. Dieser Prozess kann sich positiv auf die physische, psychische, kognitive und soziale Kompetenz auswirken. An der Hans-Würtz-Schule erfolgt die tiergestützte Pädagogik im Rahmen der Reittherapie sowie durch die Arbeit mit Hunden. Zwei Mensch-Hund-Teams sind ESAAT-zertifiziert.

 

Reittherapeutische Förderung wird derzeit für die zweiten Klassen angeboten und durch eine Physiotherapeutin angeleitet.  Das Angebot versteht sich als Ergänzung zur physiotherapeutischen Arbeit und nutzt die Bewegungsimpulse des Pferdes zur allgemeinen Förderung der Sensorik und Motorik. Durch die Begleitung der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit dem Pferd, werden positive Lernerfahrungen im Beziehungsdreieck „Schüler-Pferd-Therapeut“ angestrebt, die sich auf die sozial-emotionale Entwicklung auswirken.

 

Der Einsatz der Therapiehunde erfolgt in den Räumlichkeiten der Hans-Würtz-Schule und ist eingebettet in ganzheitliche Zusammenhänge. Dabei werden vor allem Ziele verfolgt, die im Bereich der sozio-emotionalen Entwicklung liegen. Im Kontakt der Schülerinnen und Schüler mit dem Hund und dem ausgebildeten Pädagogen,  werden Angebote gestaltet, die durch das Verhalten des Tieres einfache, aber doch sehr bedeutungsvolle Orientierungshilfen bieten.

Die tiergestützte Arbeit an der Hans-Würtz-Schule findet wie folgt statt:

 

im Klassenverband:

  • Positive Beeinflussung des Lernklimas
  • Förderung und Unterstützung einzelner Schüler
  • Spiegelung des Schülerverhaltens
  • Erarbeitung von Sachwissen zum Thema Hund

in der Einzel- und Kleingruppenförderung:

  • Förderung der Wahrnehmung
  • Förderung der Motorik
  • Förderung der emotionalen Entwicklung
  • Förderung der sozialen Entwicklung
  • Förderung von Sprache und Sprechen
  • Einsatzbereiche der tiergestützten Arbeit mit Hunden

An der HWS werden die Hunde:

  • als Klassenhunde eingesetzt. Der Einsatz als Klassenhund bedeutet, dass der Hund mit seiner Besitzerin sich überwiegend in einer Klasse aufhält und die Schüler regelmäßig begleitet. Durch die Regelmäßigkeit des Einsatzes ist eine gute Bindung zwischen Schülern und Hund möglich.
  • im Psychomotorikunterricht als Motivationsträger eingesetzt.
  • als Schulbesuchshund von verschiedenen Klassen angefordert. Der Einsatz als „Schulbesuchshund“ bedeutet, dass die Besitzerin eine oder mehrere Stunden zum Thema Hund in der jeweiligen Klasse gestaltet. Zielsetzung ist, den Schülern Wissen zum Thema Hund zu vermitteln und richtiges Verhalten gegenüber dem Hund einzuüben.
  • im Rahmen therapeutischer Angebote eingesetzt (Physiotherapie und Logopädie)

Bild: angieconscious  / pixelio.de
Bild: angieconscious / pixelio.de

Die Hündin Spiri, lange Zeit als Schulbesuchshund in unserer Schule aktiv, ist leider im Oktober 2016 verstorben.

Spiri hat noch bis zu den Herbstferien Schülerinnen und Schüler besucht und gemeinsam mit Ihnen gearbeitet bzw. Zeit mit Ihnen verbracht...