Wege zur Unterstützung

Allgemein

Schülerinnen und Schüler, die erhebliche Beeinträchtigungen in der Motorik, der Koordination oder der Wahrnehmung aufweisen sowie solche, die schwer und chronisch erkrankt sind, können sonderpädagogische Unterstützung erhalten.

Die Unterstützung ist je nach Bedarf und Bedürfnis von Schülern, Eltern, Lehrkräften und Institutionen unterschiedlich ausgeprägt:

  • Beratung durch den Mobilen Dienst in der allgemeinen Schule
  • Beratung und Unterstützung durch Mobilen Dienst sowie die allgemeine Schule
  • Unterricht und Förderung in der Förderschule 

Zur Festlegung, welcher Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung vorliegt, gibt es klare rechtliche Vorgaben durch die Landesschulbehörde. Für Kinder und Jugendliche, die erstmals während des Schulbesuchs auffällig werden, gilt ein gesondertes Verfahren.

Vor der Einschulung

Besucht ein Kind noch keine Schule und zeigt deutliche Auffälligkeiten im Bereich der Motorik und/oder Perzeption, so sollten Eltern frühzeitig Kontakt zur Wohngebiets-Grundschule aufnehmen. Ein Gespräch sollte mit der Schulleitung bis spätestens Januar vor der Einschulung geführt worden sein! Eltern bringen zu diesem Gespräch bitte wichtige therapeutische, medizinische und pädagogische Unterlagen in Kopie mit. Hierdurch kann der Bedarf durch die Schulleitung besser abgeschätzt werden und eine zielgerichtete Überprüfung erfolgen.

 

Die Schulleitung prüft anhand der vorliegenden Berichte, der Beschreibungen durch die Eltern sowie durch weitere Kenntnisse, ob ein Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs eingeleitet werden soll. 

Diese Einleitung erfolgt durch:

  • eine schriftliche Information über die Einleitung des Verfahrens an die Erziehungsberechtigten,
  • eine Beauftragung eines Gutachters aus dem eigenen Haus sowie
  • eine Beauftragung an ein fachrichtungsspezifisches Förderzentrum.

Bei Kindern mit deutlichen Auffälligkeiten in der Motorik, würde der Antrag mit möglichst aussagekräftigen Berichten sowie den ausgefüllten Formblättern FB 0 + 1 an die Hans-Würtz-Schule gesandt werden!

 

In der Hans-Würtz-Schule werden die Akten gesichtet und geprüft. Unvollständige Akten werden bis zur Ergänzung aufgehoben. Nach der Beauftragung einer Förderschullehrkraft durch die Schulleitung der Hans-Würtz-Schule beginnt der eigentliche Gutachtenprozess:

Nach einem Elterngespräch erfolgt die Begutachtung des Kindes. Hierzu gehört sowohl eine individuelle Diagnostik (Schwerpunkt: Motorik, Perzeption, Kognition) als auch eine Beobachtung in der aktuell besuchten Einrichtung im Hinblick auf soziale und strukturelle Fähigkeiten. Gespräche mit Fachleuten runden das Bild im Gesamten ab. 

Auf Basis dieser Erhebungen wird ein sonderpädagogisches Gutachten verfasst, welches den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf beschreibt und Bedingungen aufweist, die für den schulischen Lern-Prozess nötigt sind.

 

Das fertige Gutachten ist dann die Basis für die Entscheidung der Förderkommission, die an der Grundschule durchgeführt wird. Hierzu treffen sich Gutachter, Eltern und Schulleitung, um auf der Basis des Gutachtens eine Empfehlung über den Unterstützungsbedarf auszusprechen. Diese Entscheidung wird dann der Landesschulbehörde mitgeteilt, die dann eine Verfügung erstellt.

Während des Schulbesuchs

Das Verfahren entspricht dem oben beschrieben Verfahren weitgehend. Vorgeschaltet ist jedoch ein Beratungsprozess. Dieser garantiert eine schnelle Reaktion auf das Problem in der Schule. Er verhindert aber gleichzeitig, dass ein Verfahren eingeleitet wird, ohne dass ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf besteht!

 

Vorgehen

Die Schulleitung der zuständigen Schule leitet nicht das Verfahren zur Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung ein, sondern beantragt mit nachfolgendem Formular zunächst Beratung

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Beratungsanfrage.pdf
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Nach Prüfung der Anfrage durch die Schulleitung der Hans-Würtz-Schule, wird die Anfrage an eine Mobile-Dienst-Lehrkraft übergeben. Diese führt auf Basis der Anfrage eine Beratung vor Ort durch. Eine Beratung besteht aus:

  • Hospitation in der Klasse
  • Beratungsgespräch mit Lehrkräften der Klasse sowie der Schulleitung
  • Vereinbarungen über die Weiterarbeit (weiter Beratung)
  • Dokumentation der Beratung

Besteht eine begründete Vermutung, dass ein Verfahren zu einer Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs kmE eingeleitet werden sollte, kann dieser jetzt oder im Verlauf der nächsten Beratungsbesuche erfolgen. Dazu leitet die Schulleitung der zuständigen Schule das Verfahren unter Beifügung des Beratungsprotokolls ein. 

 

Das Verfahren ist mit der Fachdezernentin für Inklusion (Frau RSD Heumann) abgestimmt.

 

Bei Fragen und Beratungsbedarf wenden Sie sich bitte direkt an uns!